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Wie räumen wir einen historisch gewachsenen Microsoft-365-Tenant auf?

Euer Microsoft-365-Tenant ist über drei, vier, fünf Jahre mitgewachsen — und niemand im Haus kann mehr ehrlich sagen, wer welche Lizenz braucht, welche SharePoint-Site noch lebt und warum es 14 Verteilerlisten mit ähnlichen Namen gibt. Diese Seite beschreibt, wie ein strukturiertes Aufräumen aussieht, ohne dass der Bet

Euer Microsoft-365-Tenant ist über drei, vier, fünf Jahre mitgewachsen — und niemand im Haus kann mehr ehrlich sagen, wer welche Lizenz braucht, welche SharePoint-Site noch lebt und warum es 14 Verteilerlisten mit ähnlichen Namen gibt. Diese Seite beschreibt, wie ein strukturiertes Aufräumen aussieht, ohne dass der Betrieb dabei steht oder Leute aus Versehen ausgesperrt werden.

Hast du diese Situation?

Warum das jetzt löst statt verschoben wird

So sähe das bei dir aus

Schritt 1 — Bestandsaufnahme, ehrlich und vollständig (Woche 1–2)

Wir gehen mit lesendem Zugriff durch euren Tenant und ziehen die harten Daten: Welche Lizenzen sind vergeben, welche werden tatsächlich genutzt (Sign-in-Logs, App-Nutzung), wer ist Admin, wie viele SharePoint-Sites existieren, welche davon haben in den letzten 90 Tagen Aktivität gesehen, wie ist der MFA-Status, welche Conditional-Access-Policies sind scharf. Ergebnis ist ein kompaktes Dokument — was gut ist, was schief liegt, was dringend, was Zeit hat. Auch für die Geschäftsführung lesbar.

Stack: Microsoft Graph, Entra ID Sign-in-Logs, SharePoint Admin Center, Microsoft 365 Admin Center, Defender for Cloud Apps (wo vorhanden).

Schritt 2 — Zielbild definieren (Woche 2–3)

Mit euch zusammen klären wir den Soll-Zustand: Welche Lizenz-Profile passen zu welchen Rollen bei euch? Wer braucht wirklich E5, wer reicht mit Business Premium aus? Wie soll die SharePoint-Struktur aussehen, wenn sie neu gedacht wäre? Wer darf künftig Admin sein, und unter welchen Bedingungen? Das wird kein PowerPoint-Berg — das wird eine kurze Architektur-Skizze, die ihr versteht und der ihr zustimmen könnt.

Stack: Confluence/Notion/SharePoint für die Dokumentation, je nachdem, wo eure Doku-Heimat ist.

Schritt 3 — Aufräumen in kontrollierten Wellen (Woche 3–8)

Wir setzen nicht alles auf einmal um. Die Reihenfolge ist bewusst: Erst Admin-Rollen und MFA — das ist das größte Sicherheitsrisiko und gleichzeitig das, was am wenigsten Endnutzende stört. Dann Lizenz-Reallokation in kleinen Gruppen, immer mit Test vorab. Dann SharePoint-Cleanup mit klarer Ankündigung an die Site-Owner, was passiert: archiviert, gelöscht, umgebaut. Pro Welle gibt es einen Rollback-Pfad, falls etwas hakt.

Stack: PIM (Privileged Identity Management), Entra ID Access Reviews, SharePoint Admin Center, Defender for Office, Intune (wenn Geräte mitbetroffen).

Schritt 4 — Übergabe und Quartals-Rhythmus (Woche 8+)

Am Ende steht eine Dokumentation, mit der jemand anders eure Konfiguration nachvollziehen könnte — bewusst so gebaut. Plus ein Quartals-Rhythmus für Lizenz-Check, Admin-Review und SharePoint-Aktivitäts-Report, damit das nächste „über die Jahre gewachsen” gar nicht erst entsteht.

Worauf du dabei achten solltest

Was sich danach realistisch ändert

Was du beisteuerst

Risiken & wann es NICHT passt

So fängt das Gespräch an

30 Minuten Erstgespräch, kostenfrei, per Video oder Telefon. Was wir klären: ungefähre Mitarbeitendenzahl, eingesetzte Lizenz-Pakete, wer aktuell den Tenant administriert, was der aktuelle Auslöser ist (Renewal, neue Welle, Audit, Versicherer). Daraus ergibt sich, ob ein Aufräum-Projekt der richtige Weg ist oder zuerst etwas anderes ansteht.

Reaktion auf eine Anfrage ist remote sofort zu Service-Zeiten. Erstgespräch lässt sich typischerweise innerhalb von 3–5 Werktagen einrichten — abhängig davon, was bei mir gerade läuft, ehrlich gesagt im Solo-Betrieb.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert das typischerweise? Stell euch eine 80-Mitarbeitenden-Firma mit moderatem Wildwuchs vor — die ist meist in 4–8 Wochen in einem deutlich besseren Zustand. Eine Organisation mit mehreren Standorten und stärker verwachsenen Berechtigungen braucht entsprechend länger. Im Erstgespräch nennen wir eine ehrliche Spannweite, kein Wunschdenken.

Müssen wir die Arbeit unterbrechen? Nein. Der Sinn des Schritt-für-Schritt-Vorgehens ist, dass der Tagesbetrieb weiterläuft. Endnutzende merken im besten Fall nur, dass ihre Anmeldung jetzt MFA verlangt und dass eine alte SharePoint-Site vorab angekündigt archiviert wird.

Was passiert mit den Daten in Sites, die wir löschen? Nichts wird ohne explizite Freigabe gelöscht. Verdächtig-tote Sites werden zunächst archiviert (lesbar, aber nicht mehr aktiv beschreibbar), die Site-Owner werden informiert, und erst nach einer Karenz-Zeit wird endgültig entschieden. Backup gehört sowieso davor — wir prüfen das mit.

Können wir das nicht selbst machen? Wenn ihr eine Person im Haus habt, die Microsoft Graph, Entra-ID-Konzepte, SharePoint-Berechtigungs-Vererbung und Lizenz-Mapping im Schlaf beherrscht — ja, klar. Wenn diese Person Vollzeit für andere Dinge gebraucht wird, lohnt sich ein externer Sprint, der das in Wochen statt Monaten erledigt.

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